EEG-Einspeisung/KWK-Einspeisung

Das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) und das Gesetz für die Erhaltung, Modernisierung und den Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK-G) sind zwei Gesetze zur Erhöhung der Energieeinsparung und Verbesserung des Umweltschutzes. Erneuerbare Energien sind Energieträger, welche unerschöpflich zur Verfügung stehen bzw. sich verhältnismäßig schnell erneuern. Dazu zählen: Wasserkraft, Windenergie, solare Strahlung, Erdwärme und nachwachsende Rohstoffe.

Allgemeine Informationen

Netzbetreiber sind gemäß § 4 des Gesetzes für die Erhaltung, die Modernisierung und den Ausbau der Kraft-Wärme-Kopplung (KWK-G) verpflichtet, KWK-Anlagen im Sinne des § 5 des Gesetzes an ihr Netz anzuschließen, den erzeugten Strom vorrangig abzunehmen und zu vergüten. Die Vergütung setzt sich aus dem Preis für den Strom, einem Zuschlag je nach Anlagenkategorie und einem Entgelt für vermiedene Netznutzung zusammen. Das vermiedene Netznutzungsentgelt soll dem entsprechen, was der Netzbetreiber in der vorgelagerten Netzebene durch den Strombezug des BHKWs vermeiden konnte. Das Entgelt für die vermiedene Netznutzung muss nicht gewährt werden, wenn es bereits in der KWK-Vergütung enthalten ist. Wird jedoch der Strombezug (aus Sicht des Netzbetreibers) mit dem EEX-Preis an den Anlagenbetreiber vergütet, muss das vermiedene Entgelt gesondert ausgewiesen werden. Der EEX-Preis deckt diesen Bestandteil nicht mit ab. Förderfähig nach dem KWK-G ist Strom aus Kraftwerken mit KWK-Anlagen auf Basis von Steinkohle, Braunkohle, Abfall, Abwärme, Biomasse, gasförmiger oder flüssiger Brennstoffe. Weiterhin muss die KWK-Anlage in den Geltungsbereich des Gesetzes fallen. Das bedeutet, die Anlage muss in der Bundesrepublik Deutschland betrieben werden. Weitere Informationen finden Sie in der Umsetzungshilfe zum Kraft-Wärme-Kopplungsgesetz – KWK-G des BDEW.

EEG-Einspeisung

Die Bundesregierung hat sich als Ziel gesteckt, dass der Anteil der erneuerbaren Energien im Jahr 2020 bis 35 %, im Jahr 2030 bis 50 %, im Jahr 2040 bis 65 % und im Jahr 2050 80 % beträgt. Um dieses Ziel zu realisieren, hat die Bundesregierung einige Anreize geschaffen. Jedoch bringen diese Anreize auch einige gesetzliche Vorgaben mit sich. Aus diesem Grund wurde im Jahr 2000 das Gesetz für den Vorrang erneuerbarer Energien (EEG) verabschiedet. Seitdem wurde das Gesetz zahlreichen umfangreichen Änderungen unterzogen. Die im Moment gültige Fassung gibt es seit 1. August 2014.

KWK-Einspeisung

Zweck des Gesetzes ist es, im Interesse der Energieeinsparung, des Umweltschutzes und der Erreichung der Klimaschutzziele der Bundesregierung, einen Beitrag zur Erhöhung der Stromerzeugung mittels Kraft-Wärme-Kopplung auf 25 % bis zum Jahr 2020 zu leisten. Anreize hierfür sind die Förderung der Modernisierung und des Neubaus von KWK-Anlagen, die Unterstützung der Markteinführung der Brennstoffzelle und die Förderung des Neu- und Ausbaus von Wärme- und Kältenetzen sowie des Neu- und Ausbaus von Wärme- und Kältespeichern, in die Wärme oder Kälte aus KWK-Anlagen eingespeist wird.

Redispatch

Die bisherigen Vorgaben zum Einspeisemanagement nach dem Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) und dem Kraft-Wärme-Kopplungs-Gesetz (KWK-G) wurden im Mai 2019 durch das Netzausbaubeschleunigungsgesetz (NABEG 2.0) abgelöst und in einheitliche Redispatch-Vorgaben (Redispatch 2.0) gemäß §§ 13, 13a, 14 Energiewirtschaftsgesetz (EnWG) überführt. Ab 1. Oktober 2021 sind die Vorgaben zum Redispatch 2.0 umzusetzen. Betroffen sind nach aktuellen Stand alle Erzeugungs- und Speicheranlagen über 100 kW.

Redispatch 2.0 beschreibt neue Vorgaben für das Management von Netzengpässen. Im zukünftigen Prozess wird bereits in einem Planungshorizont von ca. 2 Tagen im Voraus der Netzzustand ermittelt. Dafür sind Last- und Einspeiseprognosen notwendig. Wird ein netzbedingter Engpass erkannt, werden durch den Netzbetreiber Maßnahmen ermittelt, um den Eintritt des Engpasses zu verhindern.

Weiterhin bleibt die Möglichkeit bestehen, dass der Netzbetreiber im Rahmen von Bau- und Notfallmaßnahmen Erzeugungs- und Speicheranlagen reduzieren wird.

Im BDEW Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft e.V. wurden branchenweit die zukünftigen Prozesse erarbeitet und dokumentiert. Diese sowie weitere Informationen und ein Einführungsszenario finden Sie auf der Internetseite des BDEW.

Diese Branchenlösung ist die Grundlage für Festlegungsentwürfe der Bundesnetzagentur, die im Sommer 2020 konsultiert und festgelegt wurden. Diese betreffen folgende Bereiche:

Konkrete Festlegungen für betroffene Anlagenbetreiber

Im Rahmen der Branchenlösung und der Festlegungen der Bundesnetzagentur werden auch Bilanzierungs- und Abrechnungsmodelle eingeführt.

  • Durch das Bilanzierungsmodell wird im Wesentlichen unterschieden, ob Plandaten durch den Einsatzverantwortlichen zur Verfügung gestellt werden oder der Netzbetreiber eine Prognose erstellt. Dafür stehen das Planwert- oder das Prognosemodell zur Verfügung.
  • Für die Abrechnung kann zwischen dem Pauschalverfahren, dem vereinfachten Spitzverfahren und dem Spitzverfahren gewählt werden.
  • Erläuterungen sowie Voraussetzungen für die Modelle bzw. Verfahren finden Sie in Anlage 1 der BK6-20-059. Prozesse zu Bilanzierung und Abrechnung sind in Anlage 2 und 3 der BK6-20-059sowie in den Anwendungshilfen des BDEW.

Außerdem werden die Rollen des Betreibers einer technischen Ressource (BTR) und des Einsatzverantwortlichen (EIV) einer steuerbaren Ressource eingeführt, die verschiedene Pflichten in diesem Prozess erfüllen müssen.

Für die Umsetzung eines Abrufes durch einen Netzbetreiber steht das Verfahren der Steuerung durch den Einsatzverantwortlichen einer steuerbaren Ressource anhand vorgegebener Fahrpläne (Aufforderungsfall) oder Nutzung der technischen Einrichtung zur Steuerung durch den Anschlussnetzbetreiber (Duldungsfall) zur Verfügung.

Für Rückfragen stehen wir Ihnen unter der E-Mail-Adresse netze@enwg-weimar.de zur Verfügung.

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Zentrale
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